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Montag, 05. April 2010
1. April: Überblick über die Pressestimmen zum PraktikantInnen-Aktionstag

Wieder ist ein Jahr vorüber. Am 1. April fand der internationaler Tag des Praktikums statt. Ein Anlass für die Plattform das politische Meinungsklima festzuhalten.

Im Vergleich zum letzten Jahr hat sich wenig Neues getan. Mittlerweile wird in den Medien über den mißbräuchlichen Umgang von Praktika und die Risiken für junge zukünftige Beschäftigte regelmäßig berichtet. Bisher fehlt es an konkreten politischen Maßnahmen.

VerteterInnen der Regierungsparteien melden sich wenig zu Wort, wenn es um die "Generation Praktikum" geht. Einzig die Diskussion rund um die Superpraktikantin des Finanzministers hat in den letzten Monaten die öffentliche Wahrnehmung beherrscht. So verlautbarte Jochen Pack, ÖVP-Nationalratsabgeordneter und Bereichssprecher für Berufsausbildung, letzte Woche, dass es eigentlich ein Volontariat gewesen wäre und nicht ein (super)Praktikum. Dies macht das Bewusstsein über die verschiedene arbeitsrechtliche Ausgestaltung von Praktika innerhalb der ÖVP deutlich.
Die ÖVP möchte auf verstärkte Information setzen. Die Argumentation lautet, es gebe kein arbeitsrechtliches Defizit, sondern ein Informationsdefizit seitens der PraktikantInnen. Der ÖAAB plant eine Informationskampagne für den nächsten Sommer.

Von Seiten der SPÖ wurde von Sozialminister Hundstorfer die arbeitsmarktpolitische Maßnahme "Aktion 6000" mit der Zielgruppe der "Generation Praktikum" in Zusammenhang gebracht. Durch diese Maßnahme des AMS soll JungakademikerInnen der Berufseinstieg erleichtert werden. Die "Aktion 6000" richtet sich an ein weites Spektrum an Personen, Langzeitarbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen, an jüngere (unter 25 Jahren) als auch ältere (ab 45 Jahren) Personengruppen.

Im Gegensatz zu den Regierungsparteien fordern die Grünen klare Bestimmungen durch ein eigenes PraktikantInnengesetz, welches klare Definitonen und Standards, wie Mindestentgelt, Arbeitszeit und einen Arbeitsvertrag beinhaltet. Ebenso fordern die Grünen Qualitätsstandards für Pflichtpraktika im Rahmen der Ausbildung. Der Argumentation der Grünen nach sollen Praktika in Kollektivverträgen geregelt und zielgruppenspezifische Berufseinstiegsprogramme für AbsolventInnen geschaffen werden (nach dem Vorbild der früheren "Aktion 8000"). Die Grünen haben in den vergangenen Jahren bereits mehrere Entschließungsanträge hinsichtlich der Praktika-Problematik im Parlament eingebracht.

Hier geht es zum der.Standard-Artikel zum PraktikantInnen-Aktionstag am 1. April.