Dienstag, 04. Dezember 2007
Das war der derStandard.at/T@lk
Eine vielseitige Diskussion über das Verständnis, was Praktika überhaupt sind, welche Funktion sie haben (sollen) und welche Probleme die derzeitige Situation mit sich bringt.
Der Standard.at lud zur Podiumsdiskussion und fragte nach den Chancen und Risken von Praktika.
Folgende Aspekte wurden bei der Diskussion deutlich:
- Die Podiumsgäste hatten ein sehr heterogenes Bild von Praktika (es reichte von Ferialpraktikum über StudentInnen-Praktika, Pflichtpraktika und AbsolventInnenpraktika).
- Unbezahlte Praktika wurden von allen als Missstand verstanden.
- Michael Kaiser vom TU-Career Center möchte nur hochqualitative Praktika mit seiner Jobbörse vermitteln, im technischen Bereich sei die Lage nicht mit geistes- und sozialwissenschaftlichen vergleichbar.
- Anita Zielina vom Standard erzählt, dass der Standard 2008 ebenso eine Online-Praktika-Börse im Rahmen der Karriere-Seiten plant.
- Das arbeitsrechltiche Wissen sei bei der Gruppe der PraktikantInnen nicht ausreichend um adäquat verhandeln zu können. Die Politik ist gefordert das Thema stärker zu behandeln und Lösungen zu finden. Josef Broukal von der SPÖ meint, dass sei nur mit allgemeinen Regelungen machbar. Die Arbeit für einzelnen kollektivvertraglichen Änderungen würde zu lange dauern.
- Die Zielgruppe für Praktika seien nur Studierende die freiwillig ein Praktikum und/oder ein Pflichtpraktikum absolvieren. Anna Schopf von der Plattform Generation fordert: "Uniabsolventen haben nichts in einem Praktikum verloren".
- Lisa Schindler von der ÖH bestätigt, dass Eltern und Nebenjobs die fehlendenden Praktika-Entlohnung kompensieren.
- Gertude Brinek von der ÖVP bezieht sich auf die ungleiche Geschlechterverteilung der PraktikantInnen: Junge Frauen planen ihrer berufliche Laufbahn weniger strategisch als dies Männer tun und seien eher dazu bereit unter ihrem Wert zu arbeiten.
Hier geht es zum Standard.at Artikel.